Warum reagiere ich immer gleich in meiner Beziehung? #274

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wie auch DU alltagstauglich deine Muster aus deiner 
Kindheit löst. 
(Versprochen: Kein Marketing-Blabla)

Warum reagiere ich immer gleich in meiner Beziehung, obwohl ich es eigentlich anders machen will?

In diesem Beitrag zeige ich dir, warum Wut, Rückzug oder Erstarrung keine Fehler sind, sondern Schutzreaktionen deines Körpers.

Du erfährst, was diese Muster mit deiner Kindheit zu tun haben und wie du beginnst, ihnen mit mehr Verständnis statt Scham zu begegnen.

Wenn du aus deinen Reaktionsmustern aussteigen willst, dann lass uns beide persönlich darüber sprechen. Buche dir einen kostenfreien ersten Termin mit mir unter dem folgenden Link:

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Warum reagiere ich immer gleich in meiner Beziehung

Es gibt diesen Moment in einer Beziehung, den viele nur zu gut kennen.
Du nimmst dir vor, ruhig zu bleiben.
Du willst nicht wieder laut werden.
Du willst dich nicht zurückziehen.
Du willst nicht angreifen und auch nicht verstummen.

Und trotzdem passiert es wieder.

Du reagierst genauso wie immer.

Vielleicht wirst du laut.
Vielleicht ziehst du dich komplett zurück.
Vielleicht erstarrst du innerlich und kannst gar nichts mehr sagen.
Oder du passt dich an, schluckst alles runter und funktionierst weiter.

Und danach kommt sie: die Scham.
Der Gedanke, dass du es doch besser wissen müsstest.
Dass du doch schon so viel an dir gearbeitet hast.

Viele sagen mir genau das:
Ich weiß doch, dass ich so nicht reagieren will.
Aber ich schaffe es einfach nicht, anders zu sein.

Warum dein Verstand dir in dem Moment nicht hilft

Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass wir in solchen Momenten einfach besser kommunizieren müssten.
Ruhiger bleiben.
Erwachsener reagieren.
Gewaltfrei sprechen.

Das Problem ist nur: In diesem Moment reagiert nicht dein Verstand.
Es reagiert dein Körper.

Dein Nervensystem ist schneller als jeder Gedanke.
Bevor du überlegen kannst, was du sagen willst, ist die Reaktion schon da.

Und genau deshalb kommst du über reines Verstehen nicht aus dieser Dynamik heraus.

Was im Körper passiert

In solchen Momenten wird es eng.
Manche spüren Hitze.
Andere ein inneres Brodeln.
Bei manchen wird es ganz still, wie hinter einer Mauer.

Verbindung geht verloren.
Nicht, weil du das willst.
Sondern weil dein System auf Schutz umschaltet.

Das ist nichts, was du dir ausgesucht hast.
Es ist ein Schutzprogramm, das dein Körper schon sehr lange kennt.

Warum Beziehungen das so stark auslösen

Beziehungen sind der Ort, an dem wir am verletzlichsten sind.
Hier steht Nähe auf dem Spiel.
Liebe.
Verbindung.

Und genau deshalb greifen hier alte Muster besonders stark.

Denn als Kind war Beziehung überlebensnotwendig.
Du warst abhängig davon, gesehen, gehört und gehalten zu werden.

Woher diese Reaktionsmuster kommen

Diese Muster entstehen nicht zufällig.
Sie entstehen früh.

Vielleicht hast du gelernt, laut zu werden, um überhaupt gehört zu werden.
Vielleicht hast du gelernt, dich zurückzuziehen, weil über Gefühle nie gesprochen wurde.
Vielleicht hast du gelernt, dich anzupassen, um Konflikte zu vermeiden.
Oder zu erstarren, weil jede Reaktion zu viel war.

Nichts davon ist falsch.
All das waren überlebensdienliche Strategien.

Die klassischen Schutzreaktionen

Dein Nervensystem kennt verschiedene Wege, mit Gefahr umzugehen:
Angriff
Rückzug
Erstarrung
Anpassung

Welche davon deine ist, hängt davon ab, was du als Kind gelernt hast.

Und oft ist es nicht nur eine.
Manchmal wechselst du zwischen mehreren.

Warum Wut so viel Scham auslöst

Besonders Wut ist in Beziehungen stark tabuisiert.
Wer wütend wird, gilt schnell als der Böse.
Als Täter.

Dabei ist Wut oft nichts anderes als ein Versuch, gesehen zu werden.
Ein Versuch, sich zu schützen.

Wenn du als Kind nicht wütend sein durftest,
oder wenn deine Wut gefährlich war,
dann kommt heute die Scham noch obendrauf.

Hinter jedem Muster liegt dieselbe Sehnsucht

Egal ob Rückzug, Angriff oder Anpassung –
darunter liegt fast immer dieselbe Sehnsucht:

Gesehen werden.
Verstanden werden.
In Verbindung bleiben.

Und paradoxerweise erzeugen diese Muster genau das Gegenteil.

Du bist nicht falsch

Wenn du dich hier wiedererkennst, dann ist nichts an dir kaputt.
Du bist nicht beziehungsunfähig.
Nicht zu emotional.
Nicht zu schwierig.

Dein System reagiert logisch auf alte Erfahrungen.

Eine kleine Übung

Wenn du magst, nimm dir einen Moment.
Schließ kurz die Augen.
Leg eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch.

Stell dir vor, dass nicht du als Erwachsene so reagierst,
sondern das Kind in dir.

Und sag innerlich:
Ich sehe dich.
Ich verstehe, warum du so reagierst.

Allein das verändert bereits etwas.

Dein Körper versucht dich zu schützen

Wenn du verstehst, dass deine Reaktion kein Fehler ist, sondern ein Schutz, ändert sich etwas Grundlegendes.
Dein Körper reagiert nicht gegen dich.
Er reagiert für dich.

Er tut das, was er gelernt hat, um dich durch emotionale Gefahr zu bringen.

Und Beziehung fühlt sich für dein System oft wie Gefahr an.
Nicht rational.
Sondern körperlich.

Warum es sich so unkontrollierbar anfühlt

Viele sagen:
Ich verliere in dem Moment komplett die Kontrolle.

Das stimmt – aber nicht, weil du schwach bist.
Sondern weil dein Nervensystem übernimmt.

In dem Moment bist du nicht mehr im Hier und Jetzt.
Du bist innerlich viel früher.
Dort, wo diese Reaktion entstanden ist.

Warum Reden dann nicht mehr hilft

Deshalb funktionieren Appelle wie
Reiß dich zusammen
oder
Bleib doch ruhig
nicht.

Denn dein Körper hört keine Argumente.
Er hört Sicherheit oder Unsicherheit.

Beziehung wird zum Auslöser alter Gefühle

In einer Beziehung werden genau die Gefühle wach,
die früher keinen Raum hatten.

Ohnmacht.
Angst.
Wut.
Traurigkeit.

Nicht, weil dein Partner sie verursacht.
Sondern weil er oder sie nah genug ist, sie auszulösen.

Warum Nähe so bedrohlich sein kann

Nähe bedeutet Verletzlichkeit.
Und Verletzlichkeit war für viele von uns früher gefährlich.

Vielleicht wurdest du nicht ernst genommen.
Vielleicht wurdest du übergangen.
Vielleicht wurdest du beschämt.

Dein Körper hat gelernt:
Nähe = Vorsicht.

Das erklärt die Dynamik im Paar

Wenn einer laut wird und der andere sich zurückzieht,
ist das kein Zeichen von Inkompatibilität.

Es sind zwei unterschiedliche Schutzreaktionen,
die sich gegenseitig triggern.

Beide wollen Verbindung.
Beide verlieren sie genau dadurch.

Warum Anpassung oft übersehen wird

Anpassung wirkt nach außen oft harmlos.
Sogar reif.
Rücksichtsvoll.

Aber innerlich ist sie oft mit Selbstverlust verbunden.

Du verlierst den Kontakt zu dir,
um den Kontakt zum anderen nicht zu verlieren.

Die Täter-Opfer-Falle

Gerade bei Wut entsteht schnell ein Täter-Opfer-Bild.
Der Laute ist schuld.
Der Ruhige ist das Opfer.

Dabei sind beide gleich weit weg von sich selbst.

Scham hält die Muster am Leben

Scham ist einer der stärksten Verstärker dieser Dynamik.
Sie sorgt dafür, dass du dich nach einem Streit noch mehr von dir entfernst.

Statt zu verstehen, verurteilst du dich.
Und damit bleibt das Muster aktiv.

Der Wendepunkt beginnt mit Verständnis

Veränderung beginnt nicht mit Kontrolle.
Sondern mit Verstehen.

Nicht analysierend.
Sondern mitfühlend.

Wenn du erkennst:
Das ist ein Teil von mir.
Dann entsteht Raum.

Das innere Kind sichtbar machen

Die Übung, das reagierende Kind in dir wahrzunehmen, ist kein Konzept.
Sie ist eine innere Haltung.

Du beginnst, dich nicht mehr zu bekämpfen,
sondern zu begleiten.

Erlaubnis statt Unterdrückung

Wenn ein Kind wütend ist, braucht es keinen Tadel.
Es braucht Raum.

Wenn ein Kind sich zurückzieht, braucht es Sicherheit.
Keine Forderung.

Genau das darfst du dir heute selbst geben.

Warum das Verhalten dann leiser wird

Wenn Gefühle innerlich erlaubt sind,
müssen sie nicht mehr so laut werden.

Wenn Rückzug gesehen wird,
muss er nicht mehr total sein.

Das ist kein Trick.
Das ist Regulation.

Beziehung wieder als sicheren Ort erleben

Je mehr Sicherheit du in dir aufbaust,
desto weniger muss dein Partner sie liefern.

Und genau dann wird Beziehung wieder möglich.

Nicht perfekt.
Aber lebendig.

Du musst da nicht alleine durch

Diese Muster sind tief.
Und sie sind lernbar.

Aber sie brauchen Raum.
Begleitung.
Zeit.

Niemand muss das alleine schaffen.
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Zusammengefasst

Wenn du dich fragst, warum du immer gleich reagierst,
dann lautet die Antwort nicht:
Weil du unfähig bist.

Sondern:
Weil dein Körper gelernt hat, dich so zu schützen.

Und genau dort setzt Veränderung an.

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