Warum fühle ich mich in meiner Beziehung nie wirklich geliebt – obwohl ich so viel gebe? Genau dieser Frage gehe ich in dieser Folge auf den Grund. Ich zeige dir, wie frühe Erfahrungen, besonders aus der DDR-Kindheit, dein heutiges Beziehungsverhalten prägen. Du wirst verstehen, warum du funktionierst, deine Bedürfnisse kaum spürst oder dich zwischen Klammern und Rückzug bewegst. Und vor allem: was es wirklich braucht, um das zu verändern.
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Wenn du in der DDR aufgewachsen bist und dich heute fragst:
Warum fühle ich mich nie geliebt?
dann hat das sehr wahrscheinlich weniger mit deiner aktuellen Beziehung zu tun, als du denkst.
Sondern mit etwas, das viel früher begonnen hat.
Mit einer Erfahrung, die dein Körper bis heute nicht vergessen hat.
Ich habe in den letzten Monaten viele Gespräche geführt mit Frauen, die genau das erlebt haben. Und da ist ein Muster immer wieder aufgetaucht.
Kinder, die schon mit wenigen Wochen in der Krippe waren.
Sechs Wochen. Acht Wochen. Spätestens drei Monate.
Und wenn du das selbst erlebt hast, dann weißt du nicht bewusst, wie sich das angefühlt hat.
Aber dein Körper weiß es.
Stell dir ein Baby vor.
Ein paar Wochen alt.
Komplett abhängig von Nähe, von Körperkontakt, von Verbindung.
Und plötzlich ist diese Verbindung weg.
Die Mutter ist nicht da.
Stattdessen bist du in einer Gruppe von vielen Kindern.
Mit festen Abläufen.
Mit zu wenig Betreuung.
Mit einem System, das funktionieren muss.
Und du liegst da.
Und du weinst.
Und niemand kommt.
Niemand hält dich.
Niemand beruhigt dich.
Niemand ist emotional wirklich da.
Das, was da in deinem Körper passiert ist, war kein „unangenehmes Gefühl“.
Das war Überlebensstress.
Ein Alarmzustand in deinem Nervensystem.
Und dieser Zustand hat sich in dir gespeichert.
Nicht als Erinnerung im Kopf.
Sondern als Gefühl in deinem Körper.
Wenn du in so einem System groß wirst, lernst du eines sehr schnell:
Anpassen ist sicher.
Funktionieren ist sicher.
Eigene Bedürfnisse sind es nicht.
Du hast gelernt:
Wenn ich ruhig bin, wenn ich mich anpasse, wenn ich funktioniere, dann habe ich eine Chance, dazuzugehören.
Und dieses Muster läuft bis heute.
Du bist ständig am Machen.
Du gibst in deiner Beziehung unglaublich viel.
Du kümmerst dich.
Du hältst alles zusammen.
Und trotzdem bleibt da dieses Gefühl:
Ich werde nicht wirklich gesehen.
Ich werde nicht wirklich geliebt.
Und genau da kommt wieder diese Frage hoch:
Warum fühle ich mich nie geliebt?
Weil dein System Liebe mit Leistung verknüpft hat.
Weil du nie gelernt hast, dass es reicht, einfach zu sein.
Und egal wie viel du tust – es wird sich nie wirklich genug anfühlen.
Als Baby hattest du klare Bedürfnisse.
Nähe.
Berührung.
Geborgenheit.
Und jedes Mal, wenn du diese Bedürfnisse gezeigt hast, ist nichts passiert.
Niemand ist gekommen.
Niemand hat dich gehalten.
Was macht ein Kind daraus?
Es zieht eine Konsequenz:
Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig.
Also hörst du auf, sie wahrzunehmen.
Nicht bewusst.
Sondern als Schutz.
Und genau das zeigt sich heute.
Du spürst oft, dass etwas nicht stimmt.
Dass dir etwas fehlt.
Aber du kannst nicht genau sagen, was es ist.
Und wenn du es doch fühlst, fällt es dir schwer, es auszusprechen.
In deiner Beziehung bedeutet das:
Du bleibst still.
Du passt dich an.
Du hoffst, dass der andere es von selbst merkt.
Und gleichzeitig wächst in dir die Enttäuschung.
Die Leere.
Das Gefühl, nicht erfüllt zu sein.
Das vielleicht heftigste an dieser Prägung:
Du sehnst dich nach Nähe.
Aber gleichzeitig fühlt sie sich nicht sicher an.
Weil dein System Nähe nie wirklich als etwas Verlässliches kennengelernt hat.
Und daraus entstehen zwei typische Richtungen.
Die eine:
Du klammerst.
Du hast Angst, den anderen zu verlieren.
Du stellst dich zurück.
Du passt dich an.
Weil in dir ein Teil glaubt:
Wenn ich loslasse, bin ich wieder allein.
Die andere:
Du ziehst dich zurück.
Sobald es emotional wird.
Sobald es Konflikte gibt.
Sobald es zu nah wird.
Machst du dicht.
Baust eine Mauer.
Weil dein System sagt:
Das kenne ich. Das tut weh. Da gehe ich lieber raus.
Und oft entstehen genau daraus diese typischen Beziehungsdynamiken:
Der eine zieht sich zurück.
Der andere klammert.
Und beide verstehen nicht, warum.
Vielleicht hast du schon versucht, daran zu arbeiten.
Mehr zu reden.
Mehr zu verstehen.
Dich bewusster zu verhalten.
Und trotzdem landest du immer wieder im gleichen Muster.
Warum?
Weil das nicht im Kopf entstanden ist.
Diese Prägungen sind in deinem Körper gespeichert.
In deinem Nervensystem.
Das bedeutet:
Du kannst noch so viel verstehen – dein Körper reagiert trotzdem.
Automatisch.
Schneller, als du denken kannst.
Und genau deshalb fühlt es sich so an, als würdest du dich selbst immer wieder sabotieren.
Du kannst nichts über Denken lösen, was körperlich entstanden ist.
Das funktioniert nicht.
Was es braucht, ist eine neue Erfahrung.
Eine Erfahrung, die deinem Körper zeigt:
Es ist heute anders.
Du bist heute nicht mehr das Baby von damals.
Du bist heute sicher.
Und genau dafür brauchst du einen Zugang zu dem Teil in dir, der das damals erlebt hat.
Zu deinem inneren Kind.
Zu dem Baby in dir, das damals alleine war.
Das geschrien hat.
Das nicht gesehen wurde.
Und dieser Zugang muss körperlich spürbar sein.
Nicht nur gedanklich.
Denn nur dann kann dein Nervensystem anfangen, sich zu beruhigen.
Wenn dein System langsam versteht, dass die Gefahr vorbei ist, verändert sich etwas Grundlegendes.
Du musst nicht mehr funktionieren, um geliebt zu werden.
Du darfst einfach sein.
Du bekommst wieder Zugang zu deinen Bedürfnissen.
Du spürst, was du brauchst.
Und du kannst anfangen, das auch auszusprechen.
Und Nähe wird nicht mehr zur Bedrohung.
Sondern zu etwas, das dich wirklich nährt.
Wenn du in der DDR aufgewachsen bist und dich heute fragst:
Warum fühle ich mich nie geliebt –
dann ist das kein persönliches Versagen.
Es ist eine logische Folge von dem, was du erlebt hast.
Aber es muss nicht so bleiben.
Der Weg raus führt nicht über mehr Kontrolle.
Nicht über mehr Verstehen.
Sondern über neue Erfahrungen.
Über einen anderen Umgang mit dir selbst.
Und über die Bereitschaft, dich dem zuzuwenden, was damals gefehlt hat.
Mir war es wichtig, das klar auszusprechen.
Weil so viele Frauen genau an diesem Punkt stehen.
Und sich immer wieder fragen:
Warum fühle ich mich nie geliebt?
Die Antwort liegt nicht in deiner Beziehung.
Sie liegt in deiner Geschichte.
Und genau dort beginnt auch die Veränderung.
Was denkst du?