Wie du eine bewusste Liebesbeziehung führst - #005

Es folgt Episode #005: Heute erfährst du: Warum du heute so Beziehung führst, wie du Beziehung führst und was braucht es für dich als Frau oder was braucht es für dich als Mann, um eine bewusste Liebesbeziehung führen zu können.

Podcast-Hörversion

(Bitte entschuldige eventuelle Ausdrucksfehler oder seltsamen Satzbau - der Text ist ein automatisches Transkript des Videos)

Ich halte Ausschau, und zwar noch dir bewussten und präsenten Mann. Ich möchte mal meine Erkenntnis dieser letzten Tage mit dir teilen: , und zwar, dass es für eine bewusste Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau braucht's dich als intuitive Frau, die ihrer Intuition traut und diese ausspricht. Und es braucht uns Männer präsent und anwesend.

Überblick

Mir ist es einem persönlichen Gespräch mit meiner Frau, die Tage wieder klar geworden, wie dankbar ich bin, für diesen immer wieder kehrenden Tritt in den Hintern meiner Frau: 

Dass ich doch anwesend sein soll und der Verbindung zu ihr Aufmerksamkeit schenke.

Darum geht's heute. Und ich möchte das Thema für dich so in drei Bereiche, drei Teile gliedern, einfach um eine Struktur reinzubringen. 

  1. Im ersten Teil sprech ich  darüber, ja, wie kommts  überhaupt dazu, dass wir heute Beziehung führen und wie führen wir sie eigentlich.
  2. Dann zum Teil der Frauen, was braucht's für dich als Frau, um daran was zu verändern? 
  3. Und natürlich dann, was braucht's für uns Männer, um eine bewusste Beziehung führen zu können. 

Warum führst du so Beziehung, wie du Beziehung führst?

Also ich beobachte, ich habe zum Großteil Frauen in meinen Coachings, also so achtzig Prozent an Frauen und ich weiß nicht, ob ich dabei immer wieder lachen oder weinen soll. In den Momenten, wo ich merke, oder mir die Frauen erzählen, dass sie ihr Mann gar nicht weiß, was sie hier macht (also bei mir im Coaching ist). Oder dass sie schon zufrieden damit ist, wenn ihr Mann, äh, ja, einfach nur einverstanden ist und Sie machen lässt.

Was ich von den Frauen höre, ist halt oft auch, dass ihnen, dieses Gegenüber fehlt, dass der Mann fehlt, mit dem sie sich austauschen können, dass dieser Mann fehlt, mit dem sie das, was sie in sich auch verändern, wenn sie sich in sich Themen anschauen, mit dem sie das besprechen können.

Da fehlt den Frauen oft .... und bei allem Respekt, Männer, die Frauen sind uns einfach weit voraus, weil die einfach intuitiv schon spüren, wenn etwas nicht stimmt und sich dann darum kümmern. Aber woher kommt es, dass wir so Beziehung führen? Ich glaube wir haben das alle so gelernt. 

Ich glaube die Generation unserer Eltern oder unsere Großeltern, da waren weniger dabei, die überhaupt die Möglichkeit hatten, a so a Art bewusste Beziehung zu führen.

Und nicht nur, dass wir das nicht gesehen haben, wie man eine bewusste Beziehung führt, sondern wir haben ganz andere Dinge mitbekommen, nämlich, dass man Dinge unter den Teppich kehrt, dass man über Probleme in Schwierigkeiten möglichst nicht spricht. 

Wir sind ja immer noch der Meinung, dass, wenn wir Probleme nicht ansprechen, dass sie dann nicht da sind. Dass ein Problem oder Schwierigkeit, gerade in der Beziehung erst zum Problem wird, in dem Moment, wo wir es ansprechen: Hey, dabei ist es doch ALLES Energie und immer da.

Das kennst du doch vielleicht, dass du die Dinge oft nicht angesprochen werden, und plötzlich irgendwann aus heiterem Himmel, platzt es aus dir raus oder aus deinem Partner.
Das ist es doch was wir machen. 

Als Frau eine bewusste Beziehung leben. 

Vielleicht kennst du das als Frau, dass du oft das Gefühl hast:

"Auch verdammt nochmal, darüber müssten wir zwei, ich und mein Mann eigentlich sprechen."

Und dann traut man sich doch nicht. Oder, dass du am Abend neben deinem Mann im Bett liegst und dir denkst:

"Es kann doch nicht sein, dass dieser Tag jetzt wieder vorbei ist und wir zwei uns überhaupt nicht wirklich begegnet sind!"

Oder, dass diese Begegnung schon lange nicht mehr stattgefunden hat. Und du spürst es in dir, dass da irgendwas nicht stimmt, aber du hast noch keinen Weg gefunden, wie du das veränderst. Und du merkst, dass es in dir arbeitet. Meine Empfehlung an dich Frau da draußen ist: TRAU DICH!

Ganz ehrlich, ihr Frauen seid so intuitiv und wahrnehmende Wesen. Ihr habt schon lange Dinge gespürt, bevor wir Männer überhaupt da irgendwie hinkommen. Und mein, Appell an dich als Frau ist.

"Traue deiner Intuition, traue dem, was du da in dir spürst und wahrnimmst. Es ist zu neunzig Prozent richtig."

Und finde einen Weg, wie du dem Raum gibst. Das ist meine Empfehlung an dich. Finde ein Weg, wie du dem, was du da in dir spürst, wie du das aus dir raus quasi lässt. Das kann dann jetzt im ersten Schritt sein, wenn du's noch nie gemacht hast oder probiert hast, es einfach mal für dich aufzuschreiben. Ist eine Möglichkeit. Andere Möglichkeit wäre, dass du dir jemanden suchst, der dir da Aufmerksamkeit schenkt, dem du wahrhaftig das erzählen kannst, was in dir passiert. Und ich rede nicht von der Kaffeeklatsch-Freundin, die selber, bei allem Respekt, vielleicht noch nie, das Gefühl gehabt hat, eine bewusste Beziehung überhaupt führen zu wollen. Ich rede davon, dir jemand zu suchen, der dir seine Aufmerksamkeit schenkt. 

Im Idealfall kannst du das natürlich mit deinem Partner besprechen. Und dann geht's darum, auch da in dem Gespräch geht's darum, wahrhaftig zu sein, dem, was du in dir spürst, einfach Raum zu geben. Es geht nicht darum, dem Mann irgendwas vor die Füße zu knallen oder einen Konflikt dabei herauf zu beschwören, das ist sowieso schwierig genug. Wir haben das nicht gelernt, Konflikt frei zu kommunizieren in der Beziehung. Das kennen wir kaum.

Es geht einfach darum, dem Raum zu geben. Dass du von dir sprichst, von dem, was in dir passiert, das, was du fühlst und wahrnimmst. 

Es ist dann nochmal ein anderes Thema, wie der Mann damit umgeht. Aber das ist seins.  Scheu nicht, auch wenn du die Erfahrung gemacht hast, dass du da auf taube Ohren stößt, scheu nicht, dem immer wieder nachzugehen. Wir Männer brauchen euch Frauen.

Und lasst dabei nicht locker. Genau, das ist das, was du als Frau tun kannst.

Als Mann eine bewusste Beziehung leben. 

Und jetzt Männer zu uns Männer. Hey, wir dürfen einfach wieder mehr präsent sein, anwesend sein. Wir dürfen dem, was die Frauen wahrnehmen und spüren, worüber sie der Meinung sind, dass es wichtig ist, zwischen uns zwei zu sprechen. Wir dürfen dem Aufmerksamkeit schenken. Wir dürfen der Verbindung zwischen uns und unseren Frauen, wir dürfen der bewusst Aufmerksamkeit schenken.

Das passiert nicht im Vorbeigehen. Das passiert nicht von alleine. Da braucht's auch uns, als Umsetzer, die sagen:

"So und jetzt setzen wir uns hin und ich schenke dir meine Aufmerksamkeit!"

Das ist extrem wichtig. Wenn du als Mann präsent bist, dann kannst du das, was von deiner Frau da kommt, was sie spürt, was nicht stimmt, worüber sie mit dir sprechen will, einfach nur mal hören und aufnehmen. Du musst zuerst gar nicht reagieren oder von dir, was preisgeben. Wenn du präsent bist, dann reicht es oftmals schon aus, um wieder Verbindung zwischen dir und deiner Frau herzustellen.

Kleine Übung für mehr Präsenz

Und ich habe eine Übung für dich, wenn du mutig bist. Und zwar habe ich die selber bei einem Seminar von Christian Bischof, mit meiner Frau gemacht. Und die geht folgendermaßen:

Du stellst dich deiner Frau gegenüber auf. Maximal, nicht mal eine ganze Armlänge voneinander entfernen. Ihr schaut's euch für fünf Minuten, stellt euch den Wecker, in die Augen. Und deine Frau darf dir jedes Mal einen leichten Klaps auf die Schulter oder auf den Oberarm geben, in dem Moment, wo sie merkt, dass du nicht mehr anwesend bist. 

Hey und du wirst merken, wie schnell uns das passiert, wie schnell wir mit unserer Aufmerksamkeit weg sind, obwohl wir uns in die Augen schauen. Wir haben da einfach keine Übung darin. Macht das einfach als Beispiel oder kleine Übung, dieses auf eine lustige und angenehme Art und Weise, wieder bewusst zu machen. Dass es darum geht, präsent zu sein. Die Frauen spüren das sofort im Augenkontakt, wenn du als Mann weg bist und das passiert dir, sei dir ganz sicher.

Genau, was kannst du noch machen? Im Alltag gibt's immer wieder Möglichkeiten, wo du bewusst in die Verbindung gehst.

Und das dann vor allem diese Begrüßungen und Verabschiedungen, also in der Früh beim Aufstehen: Das "Guten Morgen!" oder beim aus dem Haus gehen das "Pfiat di"  oder am Aben, wenn du bei ür reinkommst, wieder das "Hallo!" sagen.

Wenn du dir da zwei Sekunden vorher gibst, kurz mal durchschnaufst und dann bewusst Aufmerksamkeit deiner Frau schenkst, dann mach das, irrsinnig viel aus. Dann gibst du deiner Frau das Gefühl:

"Wow, da ist er jetzt, da ist mein Mann, er ist wieder da!"

Ja? Das ist in der Früh wichtig, das ist am Abend wichtig. Das ist auch zwischendrin natürlich wichtig. Aber das sind einfach so kleine Momente, wo du präsent im Hier und Jetzt Aufmerksamkeit deiner Frau schenken kannst. Und das verändert etwas.

Essenz

Genau, lass es mich nochmal kurz zusammenfassen. Was braucht's für bewusste Beziehung, Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau. 

  1. Es braucht dich als Frau, der du deiner Intuition vertraust und dein Weg findest, das mit in die Beziehung zu bringen. Das reinzubringen, dem Raum zu geben, was du in dir fühlst und spürst, wo du sagst: "Okay, darüber sollten wir sprechen. Das sollten wir verändern!"
  2. Und es braucht dich als Mann präsent und anwesend im regelmäßigen Augenkontakt mit deiner Frau, um ihr an sicheren Rahmen zu geben, um deiner Frau zu signalisieren: Du bist da!

Ich möchte schließen mit einem Sprichwort der Cherokee-Indianer. Wörtlich kriege ich jetzt net hin, aber wer jetzt auf meiner Website unter stefanpeck.com in den Blogbeitrag dazu schaut, dort werde ich es zitieren. Es geht so (Zitat): 

"Die höchste Berufung einer Frau ist es, den Mann zu seiner Seele zu führen, damit er sich mit seiner Quelle verbinden kann. Die höchste Berufung des Mannes ist es, die Frau zu beschützen, damit sie frei und unverletzt auf der Erde wandeln kann.”
cherokee indianer bewusste liebesbeziehung

Und ich finde das Bild so passend. Als präsenter Mann gibst du deiner Frau, den sicheren, geschützten Rahmen. Damit sie ihrer Intuition vertrauen kann, das mit reinbringt, damit ihr in Verbindung kommt und dadurch ermöglicht sie dir, inneres Wachstum. Wunderschön. Mir war es auf jeden Fall wieder ein Freudenfest, mit dir diese Zeit zu verbringen und ja, lass es dir gut gehen.

Wie findest du das Cherokee-Sprichwort? Kommentiere gerne hier unter dem Beitrag dazu. Danke dafür. 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?